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Kooperation bündelt Kompetenzen in Forschung und Diagnostik © APA
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AGES und Vetmeduni Vienna gemeinsam gegen Tierseuchen

15.12.2016

Die Veterinärmedizinische Universität Wien und die AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH) arbeiten bei der Erforschung hochansteckender Tierseuchen zusammen. So sollen gefährliche Erkrankungen erkannt werden, bevor sie schwere wirtschaftliche Schäden verursachen.

Manchen Seuchen wurde in der Vergangenheit kaum Beachtung geschenkt, weil sie als Tierkrankheiten des afrikanischen Kontinents galten, berichtete die AGES kürzlich. Heute stehen Erreger wie die Lumpy Skin Disease, die Afrikanische Schweinepest oder die Blauzungenkrankheit "vor den heimischen Stalltoren" oder sind schon eingetreten. Für Menschen seien sie in der Regel harmlos, für Tiere tödlich.

Im Zentrum biologische Sicherheit Mödling können laut AGES virologische, bakteriologische, pathologische, serologische und molekularbiologische Untersuchungen bis zur Sicherheitsstufe BSL3+ durchgeführt werden. "Mit der nun eingeleiteten Kooperation zwischen Veterinärmedizinischer Universität Wien und der AGES bündeln wir unsere Kompetenzen in Forschung und Diagnostik", sagte AGES-Geschäftsführer Wolfgang Hermann. "Mit diesem Kooperationsvertrag und der daraus entstandenen Synergie ist es der Vetmeduni Vienna möglich, wichtige Forschungsprojekte mit pathogenen Erregern unter optimalen Bedingungen durchzuführen", so Otto Doblhoff-Dier, Vizerektor für Forschung und internationale Beziehungen der Veterinärmedizinischen Universität.

Ein Arbeitsschwerpunkt ist die Erforschung von Grundlagen und Alternativen der Überwachung von Tierseuchen und Zoonosen. Österreich ist aufgrund von Bekämpfungs- und Überwachungsprogrammen amtlich anerkannt frei von bestimmten Krankheiten wie der Rindertuberkulose, der Rinderbrucellose, der Enzootischen Rinderleukose sowie der Brucellose der kleinen Wiederkäuer. Für weitere wie die Infektiöse Bovine Rhinotracheitis, die Aujeszky'sche Krankheit und Scrapie hat Österreich laut AGES Zusatzgarantien von der EU erhalten.

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